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gayScout Berlin

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Berlin (Erstellt am 10.12.2016)
Berlin ist immer eine Reise wert!
Kurz zusammengefasst ist Berlin eine der günstigsten Hauptstädte der Welt mit vergleichsweise großem Angebot an Gay-Life, d.h. ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Allerdings muss man manchmal weite Wege in Kauf nehmen, die Szene für Gays und Lesben ist nämlich über die ganze "Innenstadt" verteilt, vor allem auf drei Bezirke:
- Schöneberg, das traditionelle Szene-Zentrum des Westens
- Kreuzberg, für das eher hippe alternative Publikum
- Prenzlauer Berg, mit einer quirligen Szene des Ostens

Hervorzuheben ist die große Auswahl an Bars und Veranstaltungen speziell für Fetischfreaks.
Die Szene ist sehr gemischt und vielfältig, d.h. es gibt Clubs, die sowohl für Heteros und Homos gemischt und bekannt sind, z.B. das Berghain (unten drin befindet sich abgetrennt und mit separatem Eingang das legendäre laboratory), aber auch Clubs, die eine Lesben-Schwule-Mischung (fast keine Heteros) haben, wie die Busche (sie hieß zwischendurch mal "Haus B").

Berlin ist traditionell eine sehr tolerante und offene Stadt und hat seit Juni 2001 einen mehrfach wieder gewählten offen schwulen Bürgermeister, Klaus Wowereit, der sich damals mit dem Spruch "Ich bin schwul und das ist gut so" öffentlich outete und danach die Wahlen gewann. Sehenswürdigkeiten gibt es sehr, sehr viele, z.B. das Brandenburger Tor, der Reichstag, unzählige Museen z.B. auf der Museumsinsel mit dem Pergamon-Museum, der Fernsehturm, und die sehr große Auswahl an Theatern, Restaurants, Clubs, Bars usw.

Im Sommer kann man bei schönem Wetter eine Seen- oder Kanalfahrt mit einer Fähre oder einem der vielen Fahrgastschiffe empfehlen.

Eine Tagesreise nach Potsdam zu den Schlössern und Gärten der preußischen Könige lohnt sich immer, vor allem im Sommer.

Traditionell findet im Juni das lesbisch-schwule Straßenfest (15./16. Juli 2017) am Nollendorfplatz und der CSD statt (am 22.7.2017). Das Straßenfest, offiziell "lesbisch-schwules Stadtfest" ist das größte seiner Art in Europa und verteilt sich über 4 Straßen. Es gibt unzählige Stände, viel Prominenz, 2 Showbühnen und immer ein gutes Musikangebot mit bekannten (Techno)-DJs, zu deren Sound man bis 23 Uhr auf der Straße tanzen kann. Anfang September findet dann die Folsom Street Fair (Fetisch-Straßenfest) und an Ostern das Oster-Ledertreffen statt (mit einem kleinen Straßenfest vor Hardie's Kneipe am Wittenbergplatz).

Nun noch ein paar Tips zu den einzelnen Bezirken:

Schöneberg:

Rund um den Nollendorfplatz, der auch das "schwule Bermudadreieck" genannt wird, ist das traditionelle GLBT-Zentrum Berlins, das sich von dort über die Motzstraße-Eisenacher Straße-Martin-Luther-Straße bis zur Fuggerstraße mit den jeweils angrenzenden Straßen zieht.
Als Disco ist hier das Connection zu nennen, vorher kann man zum Warming up ins Prinzknecht, in dem alle Altersklassen und Geschmäcker vertreten sind.
Zum Frühstücken kann man ins Café Berio, zum Mittag- oder Abendessen am besten ins Gnadenbrot, More, Sissi oder Giorgio.
Übernachtungsmöglichkeiten gibt es rund um den Nollendorfplatz zu Hauf, z.B. Axel Hotel, Toms Hostel, Kooomi Guesthouse oder Guesthouse 21, um nur einige wenige zu nennen.
Souvenirs für Gays gibt es bei Brunos, Literarisches bei Prinz Eisenherz und wer's härter braucht, der schaut bei Mr. B vorbei. Dazwischen kann man sich z.B. im Jaxxx die Zeit erleichtern. Zum Cocktail trinken geht's in die Heile Welt oder man kehrt im Hafen ein, daneben ist Tom's Bar mit den Katakomben, die aber erst ab 1 Uhr nachts geöffnet werden. Wer nicht lange suchen möchte und das nötige Kleingeld hat, der kann mal im Tabasco oder in der Blue Boy Bar vorbei schauen. Oder sich an der Ecke ins blond setzen und dem Treiben zu schauen.
Ein Stückchen, aber nicht sehr weit entfernt liegt die Apollo Splash Sauna, die größte Gay-Sauna Berlins.
Die Fetisch- und Lederszene trifft sich u.a. in der Scheune oder im Mutschmanns.
Noch ein Tipp: Nie den Geldbeutel, Handy oder wichtige Papiere mitnehmen, auf den Straßen in der Gegend laufen viele Taschendiebe rum, die auch gerne die Darkrooms von Toms Bar, Bull oder New Action aufsuchen. Nur soviel Geld mitnehmen wie man an einem Abend ausgeben möchte oder die Wertsachen SEHR GUT verstauen. Wem mal wieder etwas geklaut wurde, kann dann ins men&media Gay Internetcafe gehen und dort im Internet nach den Notfall- und Sperrnummern für Kreditkarten und Handys suchen.

Tiergarten:

Im Bezirk Tiergarten befindet sich der gleichnamige Park mit der Siegessäule in seiner Mitte. Dort ist auch das traditionelle Cruising-Gebiet. Seit Mai 2013 ist dort das Schwule Museum, das nach 25 Jahren vom Bezirk Kreuzberg hierher zog.

Kreuzberg:

Hier lohnt es sich vor allem am Wochenende zum Tanzen ins SchwuZ zu gehen, Kaffee und Kuchen gibt es im Melitta Sundström im gleichen Gebäude. Drum herum gibt es einige gute Restaurants und Cafés.
Wem das noch nicht alternativ genug ist, der kann etwas abseits der Szene in den Bierhimmel (Oranienstraße) oder zum berühmt-berüchtigten Möbel-Olfe (Kottbusser Tor) ziehen. Seit Oktober 2011 gibt es am Mehringdamm eine große neue schwule Sauna, the Boiler!

Prenzlauer Berg:

Eine sehr schöne Sauna in diesem Bezirk ist die Treibhaus-Sauna. Eine Straße weiter liegt die Gleimstraße mit einigen guten Bars und Cafes, z.B. Schall & Rauch oder Cafe Amsterdam. Cruising ist u.a. im Stahlrohr 2.0 oder in der Greifbar angesagt. Und wer das lieber an der frischen Luft tun möchte, der sollte im Volkspark Friedrichshain oder im Tiergarten spazieren gehen.

Außer den genannten Locations hat Berlin noch sehr viel mehr zu bieten, dies ist nur ein kleiner Auszug. Gar nicht genannt wurden die lesbischen Bars und Treffpunkte oder die Info-Points wie das Mann-O-Meter und Clubs wie der Sonntags-Club, sowie die vielen hunderte gay-friendly Nachtclubs, Bars, Cafes, Restaurants und Hotels.
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